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2011, 29.4
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Rückschau 29.4.2011

 

"...heute werde  ich in Hölzel mein neues „Harforn“ Projekt vorstellen. Einen Tag vor dem Tag der Hexen. „Walpurgis-Mystik“ ist im Kult angesagt. Eigentlich ist mein Programm gar nicht „gruselig“ und so oft bin ich auch nicht Solo aufgetreten. Ein wenig mulmig ist mir da schon, wenn ich so an heute Abend denke. Lampen - fieber, hab ich ja immer, muss auch so sein, aber diesmal ?

Dank Navi problemlose Ankunft im KULT gefolgt von einem professionellen Soundcheck. Und plötzlich ist sie da - die Mystik! Mein Büchel-Horn fällt mir aus der Hand. Zerbricht in 2 Teile! Das kann ja heiter werden, so wie mein Programm ja eigentlich auch ist...

Die Deko im Kult ist „Super-hexenmäßig“! Auf den Tischen schwarze Rosen auf rotem Samt. Scheinwerfer verströmen blut -  farbenes Licht. Spiegel hinter mir starren mich neugierig an. Mond, Wolken und Feuer. Projektiertes und Wahrhaftes! Hitze kriecht an mir hoch. Hoffentlich schmilzt die Harfe nicht ...

Gezupft fange ich an, vor vollem Haus, mit Stücken aus der Renaissance. Mit Minnegesang, den Lied über Cynthia, über Barock bis zu Neuzeitlicherem: Vivaldi, Händels Wasser-  und auch seine Feuerwerksmusik (wie passend !). Schwierig aber gewollt anstrengend mit Alphorn und böhmischer Harfe im Unisono.

Ich erreiche ein wahrhaft aufmerksames Publikum und das Interesse hält sogar bis nach dem Konzert an. Dialog an der Bühne. Wie schön. Ich suche und finde Antworten auf viele Fragen. Ausnahmsweise gebe ich da schon mal meine 6 kg schwere Harfe aus der Hand. Tue ich sonst nie! Hierher komme ich doch glatt mal wieder. Eigentlich möchte ich noch gar nicht nach Hause. Die „Blind-Diskothek“ rundet den späten Abend ab. Ich finde den Weg zurück zur A4.

Rings herum Finsternis. Irgendwie doch ziemlich mystisch...

Na dann auf Wiedersehen! Man sieht sich..!"

 

Nacherzählt von redKULT S.Schw. 2011

KULT-Livevideo

 

2011, 29. April

 

 

Vorschau

„Walpurgis-Mystik“:

Am Vorabend der Nacht der Hexen, nämlich am 29. April werden wir, das KULT in Rot und Feuer getaucht, die „Walpurgis-Mystik“ mit Stefan Weyh und seinem Harfhorn-Projekt zu Gast haben. Das haben Sie sicher noch nie gesehen und gehört! 

Naturtonmusik mit Alphorn, Harfe und Büchel aus der Hand des Meisters unisono gespielt. Stefan Weyh versteht seine Konzerte als einen Dialog mit dem Publikum und nimmt es mit auf eine musikalische Zeitreise von Mittelalter über Renaissance und Barock, auch Weltmusik und Werke befreundeter Musiker werden erklingen. Zum ersten Mal in unserer Region eine wieder ganz besondere Premiere.

 

Über Stefan Weyh:

Geboren 1966 in Meiningen. Musikschule Fach Klavier und Akkordeon. 1983-85 Lehre als Steinmetz und Steinbildhauer. Musikschulstudium Posaune bei Andreas Berger. Seit 1986 Wahlsachse. 1994 Gründung der Band „Scharlatan“. Spielt Mittelalter- und Weltmusik, seit 1997 zunächst keltische, ab 2004 böhmische Harfe in Symbiose mit Alphorn und Büchel. Seit 2000 freischaffender Musiker.